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Die DDR-Bestenermittlung - Tummelplatz von Ex-Profis und Amateuren Übersicht über Sieger und Platzierte aller DDR-Bestenermittlungen Die DDR-Bestenermittlung ist der Nachfolger der sogenannten Gruppenliga, die bis 1969/70 die zweite Liga hinter der DDR-Oberliga bildete. Schon in der 60er Jahren hatten die Staffelsieger einen Meister der Gruppenlige ermittelt. Bereits 1970 (vom Kahlschlag-Beschluss war noch nichts zu ahnen) hieß die Endrunde der Staffelsieger "Bestenermittlung" - ein Begriff, der auch in anderen Sportarten als Hüllwort für Amateur-Meisterschaft diente (dass es sich in den geförderten Sportklubs um Vollprofis handelte, wurde in der DDR ja nie offiziell zugegeben). Schon 1971 stießen mit Einheit Crimmitschau und Motor Optima Erfurt zwei Nachfolge-Vereine von zwangsaufgelösten DDR-Oberliga-Mannschaften zu den Ex-Gruppenligisten Halle und Schierke. Rostock kam 1972 hinzu. Nach verschiedenen Modi setzte sich ab 1975 das Zwei-Gruppen-System durch: Vier Mannschaften A-Gruppe, vier Mannschaften B-Gruppe (jeweils jeder gegen jeden) mit einem Auf- und Absteiger. Der letzte der B-Gruppe spielte zusammen mit den gemeldeten Bezirksmeistern (das waren je nach Jahrgang ein bis sechs Bewerber) im K.-o.-System um den achten Startplatz, wobei zunächst die Bezirksmeister den "Herausforderer" ermittelten. Grundprinzip der DDR-Bestenermittlung war bis zum letzten Turnier 1990 die Austragung in Turnierform einmal im Jahr. Vorschläge zu einem saisonalen Spielbetrieb versperrte sich der DDR-Verband DELV immer wieder, denn das hätte dem Eishockey jenseits der Berlin-Weißwasser-Meisterschaft mehr Aufmerksamkeit verschafft als erwünscht war. In den 70er Jahren wurden wechselnde Austragungsorte bevorzugt (Erfurt, Halle, Rostock, Berlin, Crimmitschau), in den 80er Jahren wurden die meisten Turniere in Crimmitschau ausgetragen (Ausnahme: A-Gruppe 1990 in Weißwasser). Rund anderthalb Jahrzehnte lang wurden die A-Gruppen-Turniere von Monsator Berlin (bzw. dessen Nachfolgern) und Einheit Crimmitschau dominiert. Während Crimmitschau enthusiastisch und verbissen Nachwuchsarbeit betrieb, füllte Monsator seine Reihen immer wieder neu mit abgedankten DDR-Nationalspielern. Bei allem Respekt vor deren immer noch sehr hohen Klasse - wo die Sympathien beim Publikum lagen, war damit nicht nur wegen des häufigen Crimmitschauer Heimvorteils klar. Beide Mannschaft trafen traditionell am letzten Turniertag aufeinander, doch trotz heftiger duchzechter Nacht seitens der Berliner reichte es für die Könner aus der Hauptstadt meist noch zum Sieg. Obwohl die vom eigenen Ehrgeiz und den Zuschauern angetriebenen Frisch und Steinbock, Schneemann und Bereš kreiselten, was das Zeug hielt, erwies sich das "Standeishockey" der Plotka und Prusa, Stasche und Thill mit routinierten, aber gekonnten Standardspielzügen als erfolgreicher. Mit Motor Bad Muskau (DDR-Bester 1976, 12mal Medaillengweinner) und zuletzt Einheit Weißwasser (DDR-Bester 1988, Vize 1989 und 90) präsentierten sich die Auffangbecken von Weißwasseraner Profis und aussortierten Junioren ebenfalls mit an der Spitze. Mit wechselndem Erfolg agierten die Nachfolgevereine der Ex-Oberligaklubs Erfurt, Rostock und Dresden. Karl-Marx-Städter Oldies fanden in Hohenstein-Ernstthal Unterschlupf. Immer wieder sorgten aber auch Amateurmannschaften, die nie zu den geförderten Klubs gehörten, für Achtungserfolge; so Leuna, Halle, Klingenthal und Schönheide. Sieger
und Platzierte der DDR-Bestenermittlungen 1971 bis 1990
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