Baum – Bub – Buch
»Unter den persischen Magiern gab es ein religiöses Gesetz: ein Mensch könne nichts der Gottheit wohlgefälligeres thun, als dieses, ein Feld zu bebauen, einen Baum zu pflanzen, u. ein Kind zu zeugen.« Das schrieb Kleist seiner Liebsten (vor ihm hat schon Montesquieu ähnliches geschrieben) - und im Laufe der Zeit aus dem bestellten Acker ein gebautes Haus oder ein geschriebenes Buch geworden. Interessant wäre es zu ermitteln, an welcher Stelle und durch wen. Jedenfalls sang Holger Biege (angesichts dessen Simme junge Menschen zuweilen fragen: Ist das Xavier Naidoo?) vor 30 Jahren:
| Sagte mal ein großer Dichter, daß ein Mann im Leben die drei Dinge schaffen solle, daß es lohnt. |
Er sollt einen Baum einpflanzen und ein Buch im Leben schreiben und dann sollt er zeugen einen Sohn. |
Ja, so einfach sprach er aus das Wort, und nun lebt es in den Menschen fort, aber wie nur, wie nur, wie nur macht man es wahr? |
Die Moral von dem Lied (Text: Fred Gertz) ist wohl, dass man das nicht wörtlich nehmen soll. Der Autor dieser Seite hat’s trotzdem gemacht, oder sagen wir mal so: Es hat sich so ergeben.
Das erste Buch von Matthias Opatz (mit Werner Neubert) erschien 1980 mit der Auflage von 1 (eins). Es sind die gebundenen Programmhefte eines sächsischen Fußball-Zweitligisten. Okay, (auf gut Sächsisch:) “dasgüldetnich”. Vielleicht gilt der in den 80er Jahren in zwei Auflagen in Dresden erschienene “Durstkompaß”? Keine literarische Leistung und mit vielen Mitstreitern, aber immerhin seine Idee. 1991 gelangte er ungefragt in das Buch “Glatzen am Alex” von Frank Schumann (der eine Leserzuschrift an die Junge Welt verwertete).
2002 und 2006 war er Mitautor der Heinz-Florian-Oertel-Bücher über die Olympischen Winterspiele. Das erste “richtige” eigene Buch war dann 2005 die “Taschenfibel Eisschnelllauf”, bei der Matthias Opatz Herausgeber, Autor und Verleger in einer Person war (was nicht nur Spaß bereitet). Weitere Buchprojekte sind in Vorbereitung, aber weil ja immer was dazwischenkommen kann (und die Antworten auf die unvermeidlichen Fragen “Wann endlich?” sowieso nicht einzuhalten sind), wird dazu weiter nichts verraten.
